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Seefahrtschule wird Gesundheitstempel
03. März 2010
Wustrow (OZ) Nach jahrelangem Hin und Her erteilten die Wustrower Gemeindevertreter den Zuschlag zur Entwicklung der einstigen Seefahrtschule an ein Konsortium unter Beteiligung der HWBR Hotelschule.
Wustrow (OZ) - Ein Konsortium verschiedener Unternehmen will in der ehemaligen Seefahrtschule in Wustrow Gesundheitstourismus aufbauen. Die Gemeindevertreter vergaben am Mittwochabend das ortsprägende Gebäude bei vier Gegenstimmen an die Arbeitsgemeinschaft „Projektentwicklungsgesellschaft Internationale Präventions- und Trainingszentrum Gesundheitstourismus Wustrow/Fischland“. Das Grundstück bleibt bei der Kommune.
Hinter dem Zusammenschluss verbergen sich das Büro des Rostocker Architekten Michael Bräuer, der zugleich Vorsitzender der Gesellschaft ist. Beteiligt ist weiterhin der Geschäftsführer der privaten Wirtschafts- und Technikakademie GmbH mit Sitz in Warnemünde, Professor Dr. Armin Stöhr. Das Konsortium vervollständigen die Arcona-Gruppe, die in Wustrow ansässige Ostsee-Kurklinik, die Hanseatische Weiterbildungs- und Beschäftigungsgemeinschaft Rostock und das Medizinische Bildungszentrum.
Die Projektentwicklungsgesellschaft hat nun 18 Monate Zeit, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf die Beine zu stellen. Bürgermeister Wolfgang Permien (Die Linke) hofft, dass später eine möglichst ganzjährige Nutzung erfolgen wird. Er hatte das Hotelprojekt einer Berliner Projektgesellschaft bevorzugt. In den Bewerbungsunterlagen hatte die Projektentwicklungsgesellschaft das Vorhaben als „hervorragende Ergänzung“ zum Angebot in dem Ostseebad beschrieben. Mit dem Vorhaben in der einstigen Seefahrtschule werde den Anbietern vor Ort keine Konkurrenz gemacht. Vielmehr sei das Projekt wegen der Nachfragesituation in einem Wachstumsmarkt angesiedelt. Und nicht zuletzt würden Ausbildungs- und Arbeitsplätze entstehen. „Mit dieser Lösung müssen wir nun leben“, so das Urteil des Gemeindeoberhauptes.
Der hat erst vor zwei Wochen sämtliche Beteiligte des Konsortiums durch das Gebäude geführt. Konkrete Planungen, so Wolfgang Permien, gebe es bis dato nicht.
Die weithin bekannte Seefahrtschule auf dem Fischland wurde 1993 geschlossen. Im Anschluss gab es eine Vielzahl von Vorstellungen, das Gebäude zu nutzen.
Zum Artikel: Ostseezeitung v. 26.02.2010
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