02. Oktober 2011

Rostocker BLITZ - Manchmal erfüllen sich exotische Träume und manchmal muss man da hingehen, wo sonst niemand ist. Eine deutsche Hotelschule im Norden Iraks klingt wie absurde Utopie...
...gehört inzwischen aber zur kurdischen Realität. Die Rostocker HWBR baut seit zwei Jahren gemeinsam mit weiteren namhaften Unternehmen ein Made-in- Germany-Konsortium in Arbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistans, auf und leistet damit eine besondere Art der Entwicklungshilfe. Beratung, Bildung, Technik und Service mit deutschem Siegel sollen hier einen neuen Markt erschließen und die Kurden mit deutschem Know-How ausstatten. Ausbildungen in der Hotellerie, zum Eventmanager oder Tourguide können an der »Außenstelle« der HWBR absolviert werden. Doch die Bildung muss hier an anderer Stelle angesetzt werden. Einfachste Selbstverständlichkeiten nach europäischem Maß kann man in diesem stark religlös geprägten Land kaum voraussetzen. Dafür ist die Arbeitsmoral eine andere – enthusiastischer und wissbegieriger geht man hier ans Werk. Die Regierung unterstützt das Engagement der Unternehmen, auch wenn das Konzept kaum der Kultur der Region entspricht. Aber die Deutschen genießen in Arbil und Umgebung einen sehr guten Ruf. Die Förderung vom Bund, die partiell die Ausbildungskosten finanziert, ist seit dem 1. August nun erst einmal für zwei Jahre gesichert. »Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt.«, sagt HWBR-Geschäftsführer
Peter L. Pedersen und blickt optimistisch in die Zukunft. Es soll künftig weitere Ausbildungsmöglichkeiten geben und vielleicht lassen sich weitere Unternehmen überzeugen, in die sich wirtschaftlich enorm entwickelnde Gesellschaft zu investieren.
Quelle: Mecklenburger Blitz Verlag und Werbeagentur GmbH & Co. KG
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