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Gesunde Küche und arabische Welt
10. Februar 2010
MARIENEHE - Die Biobranche boomt. Immer mehr Deutsche achten in Zeiten von Allergien auf ihre Ernährung. Deshalb hat sich die HWBR dazu entschieden, einen neuen Lehrgang zu entwickeln.
"Die Ausbildung zum Biokoch dauert fünf Wochen und setzt eine abgeschlossene Lehre als Koch und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in diesem Job voraus", sagt Peter Pedersen, Geschäftsführer der HWBR. "Diese Weiterbildung zum Biokoch ist innovativ. Bisher gibt es nichts Vergleichbares auf dem bundesweiten Markt", fügt er hinzu.
Die Ausbildung setzt sich aus theoretischen und praxisorientierten Elementen zusammen. Vier Wochen lernen die Teilnehmer alles über den richtigen Umgang mit den Rohstoffen und Waren. Zwischendurch besuchen sie landwirtschaftliche Betriebe und legen Hand an bei der Zubereitung der biologischen Kost. "Ein Koch dieses Bereiches soll auch ein guter Logistiker sein. Er muss sich regionale Betriebe und Zulieferer suchen, die die entsprechenden Produkte vorrätig haben", so Pedersen.
15 Bewerber können die Ausbildung zum Biokoch antreten. Neun Anmeldungen sind bereits verzeichnet, der Lehrgang startet am ersten März. "Die Ausbildung ist nicht zuletzt deshalb so interessant, weil wir mit ,Bioland´ einen Vertrag geschlossen haben", erklärt Pedersen. "Der ökologische Landbau kooperiert wiederum mit Biohotels, welche die zukünftigen Arbeitsplätze der Bioköche darstellen", sagt er weiter.
Neben dem Biokoch bietet die HWBR eine zusätzliche neuartige Weiterbildungsmöglichkeit an: "Internationaler Berufsausbilder" kann jeder werden, der sich für arabische Staaten interessiert, einen handwerklichen Beruf erlernt hat und mindestens drei Jahre Berufserfahrung besitzt. "Ziel ist es, die arabische Bevölkerung weiterzubilden, da dort ein Mangel an Fachleuten herrscht", so Pedersen. Drei bis vier Monate bleiben die deutschen Gesellen im Ausland, um den Kurden und Arabern praxisorientiertes Wissen zu vermitteln. Zur Vorbereitung nehmen die Bewerber an einer sechsmonatigen Weiterbildung teil. Dort erlernen sie Grundkenntnisse der arabischen Sprache, Informationen über Religion und Kultur sowie berufspädagogisches Wissen. 15 Bewerber können die Weiterbildung zum internationalen Berufsausbilder bestreiten. Sechs Plätze für den ersten Kurs, welcher am 15. März startet, sind noch frei.
Foto oben: HWBR
Foto unten: Mit gesunder Kost zum Biokoch: Sven Bielert denkt über die Weiterbildung nach. Küchenmeister Christian Schütt und Jörg Goede zeigen, wie es geht.
Link zum Artikel: Schweriner Volkszeitung v. 09. Februar 2010
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