29. September 2011

NNN - Momentan sind etwa 380 Hotels und Restaurants in der föderalen RegionKurdistan-Irak in Planungoderbereits im Bau. Dafür fehlt jedoch gut ausgebildetes Personal.
Die Hanseatische Weiterbildungs- und Beschäftigungsgemeinschaft Rostock (HWBR) hat nun eine Hotelschule in Erbil eröffnet. Dort können Einheimische das Hotellerie-Handwerk, Eventmanagement und Tourguiding erlernen. Der Irak ist eher für politische Unruhen als für einen belebten Tourismus bekannt. Doch die autonome Region Kurdistan im Nordirak erlebt gerade einen Aufschwung im Bereich Tourismus. Davon ist Peter Pedersen, Geschäftsführer der HWBR, überzeugt. Auf einer deutsch-arabischen Tagung im jordanischen Amman erfuhr Pedersen 2008 von einem deutschen Bildungszentrum in Erbil. „Ich fragte, wie die Kursteilnehmer verköstigt werden, und kam so auf die Idee, eine eigene Hotelschule zu gründen und ein Bildungsangebot zu schaffen“, so der HWBR-Geschäftsführer. Es sei als eine Art Entwicklungshilfe zu verstehen. Und auch die deutsche Seite soll davon profitieren können. „Über den Bildungsweg öffnen wir deutschen Unternehmen den irakischen Markt“, sagt Pedersen. Nachdem 2008 die Idee entstanden war, dauerte es nochdrei Jahre, bis die Hotelschule öffnen konnte. Erst jetzt bekam die HWBR Fördermittel vom Bund zugesichert. „Das zunächst auf zwei Jahre angesetzte Projekt kostet insgesamt 1,1 Millionen Euro“, sagt Pedersen. Der Bund finanziert davon 50 Prozent.Die andere Hälfte der Kosten teilt sich das kurdische Tourismusministerium mit den Kursteilnehmern. Nach Ablauf der zweijährigen Förderzeit soll die Hotelschule weiterhin bestehen bleiben. Am 1. August starteten 16 Einheimische den Ausbildungskurs zum Eventmanager in Erbil und schlossen ihn nach nur vier Wochen ab. In den kommenden Monaten soll nun auch das Hotellerie-Handwerk gelehrt werden. Die Ausbildungskurse dauern drei Monate und beinhalten die Bereiche Küche, Housekeeping und Service. Darüber hinaus startet auch der Kurs zum Tourguide.
Quelle: NNN Norddeutsche Neueste Nachrichten
Redakteurin: dabe
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Peter Pedersen
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