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Daniel kann hoffen - 1200 Spender registriert
22. September 2011
Marienehe –„Wahnsinn!“ Jörg Bellmann ist begeistert von der großen Spendenwelle, die seinem leukämiekranken Sohn Daniel entgegenkommt. „Typisierungsaktion war ein voller Erfolg!"
Über 5000 Euro gespendet und fast 1200 Rostocker haben sich am Sonnabend in den Räumen der Weiterbildungsgesellschaft HWBR in Marienehe für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) typisieren lassen.
Vielleicht passt ein Spender für Daniel“, hofft der Vater, „vielleicht können wir aber auch anderen Krankenmit dieser Aktion helfen.“ Schon um 9.30 Uhr, 30 Minuten vor Beginn, standen die ersten Spender vor der Tür. Die Helfer sind startklar, die „Stechmücken“ vom Plasmaservice Europe GmbH und vom Haema-Blutspendezentrum, die an diesem Tag ehrenamtlich Dienst tun, zur Blutabnahme gerüstet. Fast im Minutentakt werdendie Spender versorgt. Formulare ausfüllen, Blutprobe abgeben, Bestätigung der DKMS abholen. Gegen 12 Uhr haben sich schon 300 Frauen und Männer typisieren lassen. Mindestens 30 Spendern hat Kersten Heyer vom Plasmaservice schon Blut abgezapft. Gerade sitzt Nadine Plaumann vor ihr. „Ich arbeite mit Kindern, habe die Geschichte von Daniel gehört und wollte unbedingt helfen“, erzählt die 23-jährige künftige Erzieherin. Nur einen Tisch weiter wird Caroline Schreiber (23) gepikt. Doch das Blut will bei ihr nicht so recht fließen, deshalb wird die Hotelfachfrau aus Rostock zur Speichelprobe gebeten. „Das genügt auch zur Typisierung“, erläutert Dr. Doris Gloger vom Haema-Blutspendezentrum. „Es werden ja genetische Werte benötigt, um den genetischen Zwilling, die Nadel im Heuhaufen, zu finden“, sagt Gloger. Rund vier Millionen Deutsche sind als Knochenmarkspender registriert. „Jeder Einzelne zählt, kann ein Glückstreffer sein“, meint Babette Gebhardt vom DKMS-Büro Berlin. So seien aus der Typisierungsaktion für den kleinen Paul aus Sanitz vor einem Jahr, an der 4500 Menschen teilnahmen, bisher 13 Spender hervorgegangen. Paul selbst erhielt Hilfe aus der Schweiz. „Im November geht Paul vielleicht wieder in die Kita“, verrät Vater Ingo Rosigkeit, der auch bei der Daniel-Aktion als Helfer dabei ist. „Jede Unterstützung wird gebraucht und ich will etwas zurückgeben von dem, was uns geschenkt wurde“, so der 45-Jährige. Nicht nur die Blutröhrchen füllen sich, auch in der Spendenbox landen viele Scheine. Hansa-Fußballer Dexter Langen gibt ebenso Geld wie der arbeitslose Uwe Nienberg (51), der einen Fünfer einwirft. „Ich habe zwei Töchter und seit August ein Enkelkind, die vielleicht auch mal Hilfe brauchen.“ 3700 Euro kamen am Ende zusammen, plus 1500 Euro aus Kuchenverkauf und Tombola.
Hintergrund:
Daniel Bellmann leidet an einer seltenen und aggressiven Form von Leukämie. Derzeit wird er in der Uniklinik Rostock mit einer Chemotherapie behandelt, kann heute vielleicht nach Hause. Mit einer Knochenmarkspende kann dem Zehnjährigen wieder ein normales Leben ermöglicht werden. Deshalb suchen Vater Jörg, Mutter Eva, Bruder Hans und viele Freunde der Familie mit großem Aufwand nach einem passenden Spender. Auch Geldspenden ermöglichen weitere Typisierungen: DKMS Spendenkonto bei der Ospa, BLZ 130 500 00, Kto. 201 015 790
Foto:
Nadine Plaumann (23, l.) lässt sich zur Typisierung für Daniel gern von Kersten Heyer (43) eine Blutprobe abnehmen.
Original Artikel: OSTSEE-ZEITUNG GmbH & Co. KG (Redakteurin: Doris Kesselring)
Weitere Veröffentlichungen z.B.: www.das-ist-rostock.de
Der Link zu diesem Artikel lautet:
http://www.hwbr.de/de/allgemein/presse-news/daniel-kann-hoffen-1200-spender-registriert.html

































